Der Miniausschuss des Bezirk OBB legt folgende Regelanpassungen für die Altersklasse U8 an die grundsätzlich gültigen offiziellen FIBA-Regeln fest:

 

Regeln:

  1. Mannschaftsgröße: Es wird 3 gegen 3 auf das ganze Feld gespielt.

  2. Einsatzzeiten: Jedes Kind muss eingesetzt werden. Dies wird auf dem SBB durch das X gekennzeichnet. Spielt ein Kind nicht, so verliert die Mannschaft das Spiel. Wechsel sind nur in Viertelpausen und Auszeiten (oder bei Verletzungen) möglich.

  3. Freiwurflinie: Der Spieler darf von vorne so nah an den Korb gehen, wie er meint, dass er am besten treffen kann.

  4. Rückspiel: Rückspiel ist erlaubt.

  5. Zeitregeln: Es gibt keine Zeitregeln. Die ablaufende Spieluhr gilt natürlich.

  6. Punkte-Regel: Jeder Korberfolg aus dem Spiel wird ausnahmslos mit 2 Punkten gewertet. Ein getroffener Freiwurf wird mit 1 Punkt gewertet.

  7. Ballgröße: 4

  8. Verteidigung: Die Mann-Mann-Verteidigung ist vorgeschrieben, d.h. der Verteidiger darf sich nicht mehr als 2 Meter vom Gegenspieler entfernen. Eine klare Mann-Mann-Zuordnung sollte permanent sichtbar sein.

    Jede Form von Full-Court-Pressverteidigung ist untersagt. Die Aufnahme des Gegenspielers darf erst hinter der Verlängerung der Freiwurflinie des Vorfeldes (also ab ¾ Feld) erfolgen. - Alle Formen des Doppelns in Ganz- und Halbfeld sind untersagt. Dabei ist bewusstes Doppeln von altersbedingter „Knäuelbildung“ zu unterscheiden!

  9. Angriff - Untersagt sind alle Formen von Blocks, direkt am Ball (z.B. Hand-Off) und auch indirekt abseits des Balles. - Die einzigen erlaubten vortaktischen Maßnahmen sind das Give and Go und das Schneiden zum Ball/Korb.

  10. Strafen (zu 8 & 9): Vergehen werden nach einmaliger Verwarnung mit einem Punkt und einem Einwurf an der Mittelline für die gegnerische Mannschaft geahndet. Der Punkt wird jeweils dem Kapitän der gegnerischen Mannschaft gut geschrieben. Dies wird auf dem SBB mit einem „K“ in der Spalte mit den Spielernummern vermerkt.

  11. Fouls: Es gibt keine Teamfoulbegrenzung. Es gibt vier anstatt fünf persönliche Fouls.

  12. Im Turniermodus beträgt die Spielzeit 4x5 Minuten, 2 Min. Viertelpausen, 6 Min. Halbzeitpause. Sollte es zu Einzelspielen kommen, wird 4x8 Min. gespielt, 2 Min. Viertelpausen, 10 Min. Halbzeitpause.

  13. Jedes Team hat 1 Auszeit in jedem Viertel zur Verfügung.

  14. Es gibt keine Verlängerung. Unentschieden ist möglich.

Turnierablauf:

  1. Jedes Team hat immer zwei Spiele. Es handelt sich damit um 3er, 5er oder 6er Turniere. Der ausrichtende Verein stellt für alle Spiele Kampfgericht (ohne 24 Sekunden) und Schiedsrichter (mindestens 1 mit mindestens LSD-Lizenz), und organisiert den Ablauf des Wurfkönigs.

  2. Bei jedem Turnier wird direkt im Anschluß an das 2. Spiel (auch wenn die angesetzte Zeit eine andere ist) ein Wurfwettbewerb namens Wurfkönig durchgeführt. Jeder u8 Turnierteilnehmer soll (darf) am Wurfkönig teilnehmen.

    Dabei darf jeder Spieler, einer nach dem anderen, in Runde 1 einen U8-Freiwurf werfen. Trifft er, so bleibt er im Spiel und ist in der nächsten Runde. Verwirft er, scheidet er aus. Die 2. Runde läuft mit den verbliebenen Spielern genauso ab, usw.. Der Spieler der die meisten Runden schafft wird zum Wurfkönig des Spieltages. Das Spiel endet spätestens nach der 5. Runde. Jeder Spieler der 5 Runden übersteht (fünf Runden lang nicht verwirft), wird automatisch zum Wurfkönig. Als Auszeichnung erhält der Wurfkönig eine Urkunde.

    Wenn kein Spieler in der 1. Runde trifft, so wird diese wiederholt.

Sonstiges:

  • Bei Fragen bitte frühzeitig an den Minireferenten bzw. die Geschäftsstelle wenden.

  • Sollten ungeklärte Fragen vor Ort auftauchen diese bitte mit allen anwesenden U8-Trainern einigen.

  • Korbhöhe ist grundsätzlich 2,60 Meter.

  • Es handelt sich um einen regulären Spielbetrieb. Vollständige Mannschaftsmeldebögen in TeamSL sind ebenso selbstverständlich wie vollständige TNAs (oder Ausweise), lizenzierte Schiedsrichter und was sonst alles zu einem Spiel gehört.

Bitte:

Spaß und Lernen an erster Stelle, Harmonie und Respekt demonstrieren.

Basketball ist ein komplizierter Sport, und umso wichtiger ist es dass alle an einem Strang ziehen. Besonders schwierig ist diese Spielklasse für die Schiedsrichter, die viel pfeifen müssen damit die Kids etwas lernen können, und sich gleichzeitig vereinzelt vielleicht einen `weniger wichtigen´ Pfiff verdrücken müssen um den Spaßfaktor für die Kids zu erhöhen. Falls möglich wäre ein Schiedsrichter der seine Pfiffe an die Kids erklärt wünschenswert, und wenn später der Trainer diese Situation aufgreift und die korrekte Lösung an den Spieler präsentiert sollte sich schnell ein Lerneffekt zeigen.

Falls ein Trainer mit der Linie der Schiedsrichter nicht glücklich ist, sollte dies bitte z.B. in der Halbzeit ausschließlich so angesprochen werden, dass die Kids davon nichts mitbekommen.